SCHLANGENENZYME UND REINTOXINE
Enzyme sind für den Stoffwechsel des Menschen lebensnotwendige, unentbehrliche Eiweißkörper. Ohne Enzyme wäre die Vielfalt und der gleichzeitige Ablauf der Stoffwechselvorgänge im menschlichen Organismus unmöglich.
Ein Enzymdefekt verursacht eine Blockade eines Stoffwechselablaufes und kann zum Ausbruch einer Krankheit führen. Man unterscheidet eine erworbene Enzym-Inaktivität, verursacht z.B. durch Krankheitserreger oder Umweltgifte, oder eine genetisch bedingte Abwesenheit eines Enzyms.
Durch eine gezielte Therapie wird dem Körper das passende Enzym zugeführt. Die Schlangengifttherapie ist deshalb keine symptomatische Therapie, sondern eine ursächliche Behandlung mit echten Heilmitteln, wie sie auf Paracelsus oder van Helmont zurückzuführen ist.
Neben pflanzlichen Enzymen gibt es Enzyme tierischen
Ursprungs, die in Rohgiften von Schlangen, Spinnen, Salamandern und Kröten enthalten sind. Dr. Waldemar Diesing, ein Schüler des Nobelpreisträgers für Medizin Otto Warburg, gelang die Erstherstellung
von enteiweißten tierischen Reintoxinen aus diesen Rohgiften. Durch die fast vollständige Entfernung der Eiweißbrücke machte Dr. Diesing die Reintoxine für die Heilkunde nutzbar, ohne die darin
enthaltenen Enzymarten (bis zu 50 Enzymarten pro Gift) zu beeinträchtigen.